Gianni Fumagalli





Als Sohn einer über die Grenzen Italiens hinaus gefeierten Artistenfamilie ist Natalino Huesca, so Giannis bürgerlicher Name, 1956 in Genua geboren. Der Vater, Enrico Fumagalli, ist selbst ein berühmter Clown, der als Darsteller in Frederico Fellini-Filmen seinen Auftritt vor Weltpublikum hat. In "I Clowns" (1970) spielt er neben Tristan Rémy, der als Autor der "Entrées clownesques" (1983) weltweite Beachtung findet und Namenspate des Spezialpreis' des "Cercle Tristan Rémy" wird. Markante Koinzidenz, dass just dieser Preis im Jahr 2000 eine Auszeichnung ist, die Enricos Söhnen, Gianni und Daris, beim 25. Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo für ihre Entrée-Clown-Nummer verliehen wird.

Giannis Mutter ist Trapezkünstlerin und die erste Lehrmeisterin ihres Sohnes. Seiltanz und Trapez sind die Disziplinen in denen dieser, der Tradition gemäß, als Artist beginnt. Bereits als Zehnjähriger tourt er mit seinen Eltern, seiner Schwester und den drei Brüdern durch Italien. Der Ruhm der Familie Huesca dringt bis zum Vatikan vor und seine Heiligkeit Papst Paul VI schüttelt dem kleinen Gianni die Hand. Ab seinem 14. Lebensjahr ist er dann bei den Touren durch ganz Europa und bis in die Vereinigten Staaten von Amerika dabei.

Einen wichtigen Schritt für seine künstlerische Laufbahn wagt Gianni, indem er schließlich als Pantomine ans Theater geht. Insgesamt zwölf Jahre spielt er an veschiedenen Häusern in aller Welt. Stationen sind etwa das renommierte " Palladium London",das traditionsreiche Dubliner "Gaiety Theatre", das regelmäßig nach Weihnachten Kulisse für die wichtigsten Pantomimenaufführungen des Landes ist sowie das "Royal Alexander Theatre" in Toronto, Kanada. Im Jahr 1993 nimmt Gianni Fumagalli, der jetzt selbst unter dem Künstlernamen seines Vaters auftritt, ein Engagement beim Circus Roncalli an. Endlich Clown, erobert er gemeinsam mit seinem Bruder Daris die Manege und die Herzen der Zuschauer. Ihre Entrée-Nummer im Clown Trio Infernale macht die Brüder und insbesondere Fumagalli weltberühmt. Bis zum Jahr 2000 ist Gianni Superstar und Zugpferd des Circus Roncalli. Zahlreiche Preise bestätigen seinen Erfolg - neben dem schon erwähnten Preis des Cercle Tristan Rémy überreicht ihm Prinzessin Stephanie in Monte Carlo den Silbernen Clown, er erhält den Telepreis von Monaco und den Charlie Rivel Preis. Gianni, der inzwischen verheiratet ist und zwei Söhne hat, ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Doch anstatt sich nun ein wenig auf den zahlreichen Lorbeeren auszuruhen, dreht der temperamentvolle Italiener noch einmal richtig auf Gianni Fumagalli hat seinen Traum nicht vergessen. Der eigene Zirkus wird endlich Wirklichkeit.

Über zwei Jahre hat er den großen Schritt vorbereitet. Das er von Kindesbeinen an mit dem Zirkusleben vertraut ist, erleichtert die Planung, denn die Aufgaben der Artisten und auch die Erwartungen des Publikums kennt Gianni ganz genau. Hinzu kommen seine weitreichenden freundschaftlichen Kontakte zu namhaften Künstlerkollegen in aller Welt, die gern in Fumagallis Circus auftreten wollen. "La risata", das Lächeln, ist der Titel der Tournee 2001 - und zugleich Leitmotiv und Motto für sein ganzes Leben: "Con una risata, mit einem Lächeln, machst du deine Träume wahr", sagt Gianni und strahlt über das ganze Gesicht.